Pages Menu
Categories Menu

Geschrieben am 14.07.2014 in gemischtes, hausgemacht | 1 Kommentar

gelesen: “Vegan backen für alle” – inkl. Rezept

Vegan backen fand ich schon immer spannend, weil ich nicht weiß (wusste) wie das ohne Eier denn bitte funktionieren soll bei einem Rührteig. Gut, Butter kann man ersetzen und Milch auch. Aber Eier? Tja, und dann habe ich einen Kuchen gebacken ganz ohne Eier und ohne Ei-Ersatz. Vielen Dank, Herr Moschinski! Aber der Reihe nach.

kitchencat-veganbacken3Das Buch “Vegan backen für alle” vom Südwest Verlag hat mich sofort begeistert, ehrlich, denn ich liebe Backbücher, die mir vorne erst mal ein paar Grundteige anbieten. So gibt es hier ein Grundrezept für süßen und herzhaften Hefe-, Rühr- und Mürbeteig und sogar Biskuit. So kann man auch selbst schnell einen Kuchen erfinden bzw. umwandeln oder noch besser Reste verwerten, in dem man nur den Grundteig nimmt und dazu seine Lieblings- oder Restezutaten.

Dann geht es weiter in Kapitel, die mal etwas anders geordnet sind. Also nicht typisch: Was mit Frucht, was mit Schoki, Torten, vom Blech, usw. Sondern eher in Überthemen: Ostern, Muttertag, Halloween, Weihnachtsbäckerei, Sonntagstafel, Geschenkideen, Schnelles für unterwegs und Gäste und Brot & Co. Besonders toll finde ich da im Inhaltsverzeichnis, dass unter den Überschriften die einzelnen Sachen zu finden sind. So kann auf einen Blick (auf einer Doppelseite) sehen, was im Buch drin steckt und findet schnell ein Rezept.

Die Rezepte an sich sind sehr easy beschrieben, man muss also nicht erst mal eine Konditorlehre machen. Auch die Ideen der Rezepte selbst finde ich toll. Es ist mal nicht der “Einheitsbrei”. Nichts gegen die Klassiker, aber wenn ich mal alle Rezepte, die ich hier so habe, für Apfelkuchen, Blechkuchen und Schokomuffins zählen würde… auch wenn jedes ein wenig anders ist, klar. Etwas “exotischer” z.B. sind die Lavendelscones mit Sandorncreme oder der Haselnuss-Kastanienkuchen.

kitchencat-veganbacken2Ich habe mich für einen süßen Rührteig entschieden. Wobei ich sagen muss, dass der gar nicht so süß ist wie normaler Rührteig, was ich toll finde! Grade wenn noch Kinder mitessen. Ich war schon mega überrascht wie toll der Kuchen -ganz ohne Ei- aufgegangen ist und wie saftig er schmeckt. Aber meine Gäste – die waren noch mehr überrascht, als ich verkündete, was da alles NICHT drin ist.

Hier also mein Rezept für den süßen Rührteig mit Mandeln und Kokos:

1 Vanilleschote, das Mark auskratzen (ich habe eine Prise gemahlene genommen)
300 g Dinkelmehl
1/2 EL Abrieb von 1 Bio-Zitrone (hatte ich nicht)
20 g Speisestärke
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
90 g Rohrohrzucker (ich habe noch ein wenig mehr dazu getan, vielleicht knapp das Doppelte)
125 g zimmerwarme Magarine (ich habe Sonnenblumenöl genommen, ging super)
300 ml Milchalternative (z.B. Hafermilch, die haben wir immer da)
100 ml Sprudelwasser

Alle trockenen Zutaten vermischen, dann die flüssigen dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren. Bei mir war er nicht wie angegeben zäh und elastisch, sondern schon eher flüssig. Daher habe ich einfach noch zwei Esslöffel mehr Mehl dazu getan. Vielleicht lag das aber auch an dem Öl anstatt der Magarine.

Für meinen Kuchen kamen dann noch dazu:

100 g gemahlene Mandeln (am besten selbst mahlen, ich mag es, wenn sie etwas grober gemahlen sind und noch Stückchen mit dabei sind)
3 EL Kokosraspel

In eine gefettete Form geben und bei 180 Grad (Umluft) 50 Minuten backen. Ich liebe meine alte Guglhupfform, aber eine Kastenform wäre auch denkbar oder eine Springform mit Kranzeinsatz oder oder oder… Denkbar wären auch ein Guss aus Puderzucker und Wasser oder Schokoglasur (äh, ist das dann noch vegan?) oder halb steif geschlagene Sahne oder …

kitchencat-veganbacken1Alles in allem kann ich das BUch nur empfehlen! Nicht nur für Veganer! Denn ich habe nicht immer Eier im Haus und versuche auch oft drauf zu verzichten. Milch haben wir eh selten da und mit Hafermilch geht es auch prima. Wenn man für Kinder backen möchte, die noch nicht so viel tierisches Eiweis essen sollen – super! Auch die Einführung am Anfang in die verschiedenen Zutaten, die man als vegane Alternative nutzen kann, finde ich klasse. Ich habe nun immer Sojamehl da, damit ich schnell einen Kuchen backen kann, auch wenn ich keine Eier im Haus habe. Björn Moschinski ist überzeugter Veganer und hat sich mit dem Backbuch auf für ihn neues Terrain gewagt und hat die Herausforderung -wie ich finde- großartig gemeistert.

1 Kommentar

  1. Mjammi!!! Ich muß einfach bald wieder bei Euch vorbeugucken und Kuchen abstauben :-)
    Liebe Grüße an die beiden Ms.

Hinterlasse einen Kommentar zu Ruth Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.