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Geschrieben am 25.05.2014 in gelesen, gemischtes | Keine Kommentare

gelesen: “Campus Food – Vegane Studentenküche”

Schon im Studium habe ich immer gerne für alle Freunde gekocht. Eigentlich saßen wir fast jeden Abend an meinem Mini-Klapptisch und aßen zusammen. Oftmals ohne Fleisch, weil eine Freundin Vegetarierin war (und ist). Ich muss ja sagen, dass ich schon Fleisch, Käse, Eier esse, aber es auch Tofu, Sojajoghurt und Co bei uns gibt. Tofu haben wir eigentlich immer auf Vorrat und da ich normale Kuhmilch nicht wirklich gut vertrage, ist Hafermilch ein großer Bestandteil der Voratskammer.

kitchencat-campusvegan2Aber vegan? So ganz ohne? Ohne Eier, Sahne, Schmand, Butter…?? Ich weiß nicht, ob ich es komplett durch halten könnte, aber ich versuche so oft es geht auf tierische Produkte zu verzichten. Also war ich sehr gespannt auf das Buch “Campus Food – Vegane Studentenküche”.

Das Buch teilt sich in sechs Kapitel: Quick and tasty, Futtern wie bei Muttern, Party-Feeling, Gourmet-Student, Brain-/ Nerd-Food, Gut und Günstig. Dazu gibt es zahlreiche Hinweise zu Lebensmitteln, dem veganen Leben im Allgemeinen, es gibt vegetarische Variationen und Tipps wie das jeweilige Rezept noch ausgebaut werden kann. So was mag ich ja immer gerne. Auch für Menschen (nicht nur Studenten), die nicht so oft kochen und Erfahrung haben wie was funktioniert am Herd, gibt das Buch viele “einfache” Ideen her, die leicht umgesetzt werden können. Oft muss es ja doch schnell gehen in der Küche, daher sind die Rezepte knackig gehalten. Es gibt Salate, Hauptspeisen, Beilagen, Klassiker wie “Zwiebelkuchen”, Smoothies und Desserts.
Wenn ich was auszusetzen habe, dann sind es die Fotos. Aber da bin ich ja auch etwas schwierig… ich hab ja gerne schöne Food-Fotos… und manche Rezepte sind nicht soo schön bebildert. Aber wie gesagt, da bin ich etwas eigen.

kitchencat-campusvegan1Bei uns gibt es voll oft Gemüsenudeln. Also nicht etwas Nudeln mit Gemüse, sondern Nudeln aus Gemüse. Möhren kann man mit dem Sparschäler in Bandnudeln hobeln, mit speziellem Werkzeug (einem Julienne-Schneider, Spiralschneider einem Aufsatz für Küchenmaschinen, …) werden aber auch Zucchini, Kürbis, Rote Beete zu Nudeln. Und hier gibt es dazu eine Sesam-Soße, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Bei uns gibt es nämlich klassicherweise eher die Käse-Sahne-Soße dazu. Also eher nicht so vegan… Generell bin ich nun wieder motiviert noch mehr auf tierische Erzeugnisse zu verzichten bzw. sie einfach noch sparsamer einzusetzen.

Anne BuehringDie Autorin von “Campus Food” Anne Bühring ist Oecotrophologin und hat mir netterweise ein paar Fragen beantwortet:

Ehrlich ist Oecotrophologie immer eins unserer Lieblingsworte bei Scrabbel, Galgenmännchen oder sonstigen Wortspielereien. Was hat Sie dazu bewogen dieses Fach zu studieren und wie muss man sich das Studium vorstellen? Wird da ständig gekocht?

Mich hat schon in der Schule das Fach Biologie und Biochemie fasziniert, alles was mit Zellen, Stoffwechsel und Körper zu tun hatte fand ich klasse. Und ausserdem hab ich gern gegessen und gekocht. Das war es sehr naheliegend “Ernährung” zu studieren.

Gekocht haben wir im Studium leider nicht so viel. Ausser im Fach Verfahrenstechnik, da ging es aber nicht um die Zubereitung leckerer Gerichte. Das Kochen und Ausprobieren passierte in der Freizeit abends im Studentenwohnheim und in den Wohngemeinschaften. Das Studium vermittelt natürlich die ernährungswissenschaftlichen Basics, vertieft Stoffwechselprozesse und mit dem Diplom in der Tasche ging es dann damals los in die Praxis – mit individueller Weiterbildung. Bei mir war das die journalistische Richtung und später nach meiner Heilpraktikerausbildung zusätzlich individuelle Ernährungsberatung und Prävention.

Warum ausgerechnet ein Studentenkochbuch und dann auch noch vegan?

Mit der veganen Küche hatte ich mich ja schon in meinem ersten Buch “Vegan kochen mit Soja” auseinandergesetzt. Hier habe ich viel Grundlagenwissen zu den für Veganer wichtigen Vitaminen, Vitalstoffen, zum Thema Übersäuerung und Eiweiss aufgeschrieben und auch das erste mal eine Fotoproduktion bei mir Zuhause umgesetzt. Ich hab die vegane Küche kennen und schätzen gelernt. Und bei meinen Recherchen und den vielen Kontakten habe ich immer wieder festgestellt, dass vor allem junge Menschen vom veganen Gedanken angetan sind. Da lag es natürlich nahe ein Buch für die junge Zielgruppe zu machen. Ausserdem war und ist das “Studentensegment” noch nicht von Herrn Hiltmann “besetzt”. So konnte ich ganz frei über die Gerichte nachdenken, die Studenten heute gut tun. Na und ich war ja selbst Studentin und kann mich noch sehr gut einfühlen und rückerinnern.

Was war Ihre größte Ernährungssünde während dem Studium?

Auf der Reeperbahn in der Crepereri Bretagne mit Kommilitonen hauchdünne, oberleckere Crepes mit Vanilleeis geniessen. Leider gibt es dies Lokal nicht mehr, sonst würde ich bestimmt nochmal da vorbeischauen!

Ich probiere gerne Neues aus und bin offen für alles. Außer für Rosenkohl. Hätten Sie da einen Tipp für mich?

Besonders aromatisch ist Rosenkohl sanft im Dampf gegart, dann behält er seine Farbe, sein Aroma und den Biss. Ich bereite ihn in einer leistungsstarken Küchenmaschine mit Dampffunktion zu.
Wichtig ist auch unbedingt Bio-Ware, Bioland oder Demeter, zu kaufen, denn konventioneller Kohl ist durch die synthetischen Dünger geruchsintensiv und schmeckt so “kohlig”. Normal gekocht mag ich ihn auch nicht, denn er wird schnell matschig und zu weich. Lecker finde ich auch dampfgegarten Rosenkohl mit geschmolzenen Tomaten und würzigem Käse überbacken oder mit gerösteten Parmesanplätzchen. Fein finde ich auch die Zubereitung der Blättchen statt der Kohlkügelchen: Rosenkohlblättchen ablösen und in Olivenöl mit Schalotten- und Speckwürfelchen kurzbraten, mit Baldamicocreme, Orangenfilets oder frischen Himbeeren (je nach Saison) und Mandelblättchen oder geradpelten Macadamia anrichten und mit Meersalz und bunten Pfeffer abschmecken. Viel Spass beim Ausprobieren!

Vielen Dank liebe Frau Bühring!

So und nun viel Spaß beim Nachkochen!

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