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Geschrieben am 16.12.2013 in hausgemacht | 3 Kommentare

Recycling im Kochtopf – Brotsuppe! Inkl. Buchtipp “Suppen, die glücklich machen”

Trotz schönstem Winterwetter heute mit Sonnenschein, war mir doch sehr frostig zu Mute als ich nach Hause kam. Da war es mir grade Recht, dass ich mir doch das Suppen, die glücklich machen Kochbuch noch genauer anschauen wollte. Und wie praktisch, dass ich noch altes Brot hatte, was eh “weg” musste und es hier ein superleckeres Brotsuppen Rezept gibt! Recycling im Kochtopf sozusagen.

kitchencat-brotsuppe2Ehrlich gesagt bin ich ja bisher Brotsuppen eher skeptisch gegenüber gewesen. Brot, was dann zu einer leckeren Suppe werden soll? Ich weiß ja nicht. Brot in Suppe tunken und oder dazu essen, ja. Aber mitkochen?
Dann muss ich sagen, dass ich mir meine Kochbücher ja nur nach den Bildern aussuche. Mein Mann schaut auch gar nicht mehr in der Buchhandlung was er für Titel in der Hand hält, sondern macht mich lediglich auf gute Fotos aufmerksam. Denn das ist das, was mich inspiriert. Eigentlich koche ich auch nie nach Rezept. Also ganz selten. Ich schaue aber Stunden lang die Bilder an und überlege mir dabei wie mein Menü aussehen soll.

Dass ich KOSMOS Fan bin, merkt man überhaupt nicht, wenn man meinen Blog verfolgt… ich weiß. Aber ich gestehe – am Anfang dachte ich, hm, komisch, nicht jedes Rezept hat auch ein Bild dazu. Oder manchmal sieht man nur die Entstehung und nicht das Endprodukt. Eigentlich ein Ausschlusskriterium für mich. Aber nicht bei diesen Büchern. Sie sind einfach so nett geschrieben, es gibt immer tolle Tipps, man sieht gleich auf einen Blick, ob man irgendein Spezialwerkzeug braucht und die Fotos sind SPITZE! Wenn es mal kein Foto gibt, ist das irgendwie nicht schlimm. Ich habe nicht das Gefühl “um das Ergebnis betrogen worden zu sein”. Was ich auch sehr schön finde, zu jeder Suppe gibt es einen kurzen Hinweis, ob sie wärmend ist, Lebensgeister weckt oder wie meine Kartoffelsuppe Harmonie bringt. Das macht es irgendwie persönlicher. Man ist gleich per Du mit der Suppe. Ich habe gleich ein Gespür dafür, was es mal werden soll. Wisst ihr was ich meine? (Oh weh – die Suppenharmonie wirkt anscheinend lang anhaltend…)

kitchencat-brotsuppe1Nun habe ich mir ein Rezpt zum Testen ausgesucht, was kein Bild hat. Eine Brotsuppe – bei der ich eh schon skeptisch bin – und dann noch ohne Bild – was mich noch skeptischer werden lies.

Brotsuppe

Zutaten für 4 Portionen

1 Zwiebel
1 Stange Lauch
150 g altes dunkles Roggenbrot
2 EL Butter1-2 TL Kümmelsamen (mir hätte im Nachhinein 1 gereicht. Einfach ausprobieren!)
1 l Gemüsebrühe (ein Rezept dazu findet man im selben Buch!!!)
150 g Bergkäse
1 Bund Schnittlauch (ging bei mir auch ohne)
75 g Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Zwiebel schälen, achteln und quer in Streifen schneiden. Ich habe sie einfach gewürfelt. Ich weiß auch nicht. Da bin ich etwas eigen… ich mag in der Suppe eben gerne Würfelzwiebeln. Den Lauch gut putzen und in Streifen schneiden. Äh ja, ich will wirklich nicht als Querulantin da stehen, aber ich hatte noch frischen Lauch aus dem garten eingefroren – in Ringe geschnitten. Sorry. Das Brot in kleine Würfel schneiden – habe ich genau so gemacht! Ehrenwort! Davon 2 EL beiseite stellen. (Im Nachhinein – beim nächsten Mal werde ich zwei Scheiben extra würfeln und beiseite stellen, dazu später mehr…)

In einem großen Suppentopf die Zwiebel und den Lauch mit dem Kümmelsamen in 1 EL Butter dünsten. Die Zwiebeln sollten schön glasig sein, wenn die Brotwürfel dazu kommen. Die kurz mitdünsten und dann mit der Brühe aufgießen und 10 Min. köcheln lassen. Das Brot löst sich z.T. auf und bindet die Suppe und bleibt z.T. aber erhalten. Wie sich herausstellt – eine köstliche Mischung!

Den Käse in der zeit entrinden und reiben. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden und das Brot in der restlichen Butter in der Pfanne knusprig zu braten.

Sahne und Käse zur Suppe geben, unter Rühren schmelzen lassen und mit den Gewürzen abschmecken. Mit Schnittlauch, etwas geriebenen Käse und den Brotwürfeln aus der Pfanne anrichten und servieren! Die gerösteten Brotwürfel in der Suppe waren der KNALLER! Daher würde ich immer mehr machen, damit genug für alle da ist. Nach dem Essen hatte ich wieder rosige Wangen und ein wohliges Gefühl im Bauch! Brotsuppe gibt es nun öfter! Auch super als Partysuppe geeignet, endlich mal noch eine Alternative zur “Hackfleischlauchsuppe”, die ja auch schon lecker ist.

kitchencat-brotsuppe3Das Buch Suppen, die glücklich machen ist nur zu emfehlen! Nach Jahreszeiten sortiert, findet man saisonale Suppen. Es gibt Ideen zu Gewürzmischungen und Suppeneinlagen, die man nicht so auf dem Schirm hat sowie Kräuterpasten zum Würzen und Toppings, die man schon so alleine wegfuttern möchte (ich sage nur Knuspernüsse…).
Wer also noch ein Geschenk braucht, sollte dieses Buch verschenken! Es ist wirklich für alle was dabei – Gemüsefreaks kommen auf ihre Kosten, aber auch die Fleischesser unter uns, es gibt Klassiker wie die Ochsenschwanzsuppe und frische neue Ideen wie Lammsuppe mit Datteln und Orangen. Das Ganze nach Jahreszeiten sortiert. Eigentlich fand ich das bisher weder besonders hilfreich noch irgendwie besonders. Klar, im Sommer hat man ja fast alles da. Da komme ich auch weniger auf die Idee eine Kürbis- oder Graupensuppe machen zu wollen. Aber im Winter, wenn dann Suppenzeit ist, da ist es schon praktisch einfach nur das Kapitel “Winter” aufzuschlagen und zack – alles im Haus, was man braucht oder man kann es regional besorgen. Die Spargel- oder Bärlauchsuppe frisch zu machen, wird dann schwierig. Aber darauf hat man ja auch dann keine Lust. Ich jedenfalls nicht. An so Wintertagen wie heute mag ich es deftig und wärmend!

Habt Ihr auch einen Suppenfavoriten? Ich freue mich über Eure Erfahrungen mit Brot in der Suppe und auf den Sommer – denn es gibt noch das Rezept zur Brotsuppe aus der Toscana!

3 Kommentare

  1. Lecker – auch wenn ich eigentlich nicht auf Kümmel stehe und das alte Brot schon als Panade auf Hühnchen eingeplant hatte :-)

  2. Das Buch steht jetzt auch bei mir – wirklich schöne Sachen drin! Danke fürs Zeigen und Testen!

  3. Super lecker…eine schöne Idee um altes Brot zu verwerten…

    Liebe Grüße

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