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Geschrieben am 08.04.2013 in hausgemacht | Keine Kommentare

Düppekooche

Düppekuche, Düppekooche, Düppedotz – der rheinische Kartoffelschmaus aus dem Ofen hat in jedem Ort eine andere Bezeichnung. Bei uns zu Hause streiten wir immer um Düppedotz oder Düppekooche. Dabei sind die Orte in denen mein Mann und ich aufgewachsen sind keine 20 km von einander entfernt.

“Im April Düppekoche, naja, bei dem Wetter, kann man das ruhig.”, bestätigte mich heute meine Nachbarin. Denn das ist wirklich eine deftige Mahlzeit für den kalten Winter. Da wir im Winter aber keinen hatten, gibt es nun eben einen. Als Kind mochte ich ja nur das Weiche innendrin. Aber irgendwann kam ich auf den Geschmack der Kruste. Doof ist nur, dass der Kampf um ein Stück Kruste immer hart ist.

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Düppekoche:

2kg geschälte Kartoffeln
3 Zwiebeln
4Mettwürstchen
150g Speckwürfel
3 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
etwas Öl

Die Kartoffeln schälen und reiben. Bei mir dürfen sie eine Runde in der Moulinette aus den 70ern drehen. Die Kartoffeln dann wirklich gut ausdrücken, damit das ganze Wasser da raus kommt. Ich drücke das Wasser allerdings immer wieder zurück in die Schüssel, wo noch der Rest Kartoffelmasse drin ist und gebe die trockene Masse in eine andere Schüssel. Warum berichte ich gleich noch.
Einen schönen schweren Bräter mit einem hitzebeständigem, neutralem Öl, ich nehme Sonnenblumenöl, einfetten, auch an den Seiten. Die ausgedrückten Kartoffeln, die geraspelten Zwiebeln, die Mettwürstchen in Scheiben geschnitten, den Speck und die Eier in den Bräter geben und mischen.
Nun kommen wir zu der Schüssel, in der sich nun eine braune Flüssigkeit befindet. Diese vorsichtig abkippen und am Boden sollten nun noch ein paar Raspelreste von den Kartoffeln kleben zusammen mit einer weißen Masse. Das ist Kartoffelstärke. Die gebe ich nun mit den Gewürzen zur Masse in den Bräter und vermische noch einmal alles gut. Die Stärke bindet das Ganze gut ab und man benötigt nicht noch mal extra Stärke oder Mehl. Falls der Teig sich aber dennoch zu flüssig verhält, kann man auch ruhig noch ein wenig Mehl oder Kartoffelstärke in Pulverform hinzugeben.
Das Ganze wandert nun für gute 2 Stunden bei 180 Grad in den Ofen. Falls die Kruste oben drauf zu dunkel wird, einfach den Deckel rauf machen oder etwas Alufolie. Aber die Kruste kann gar nicht knusprig genug werden!

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Es gibt ja auch verschiedene Theorien, wie man mehr Kruste erzeugen könnte: Kruste abessen und den Rest wieder in den Ofen stellen, neue Kruste abessen, wieder in den Ofen stellen, usw. Oder aber wie würde der Düppekoche schmecken, wenn man ihn auf ein Backblech macht und so ja ganz viel Kruste kriegen müsste. So oder so – der Kampf um die Kruste bleibt!

Wir essen den Düppekoche mit Apfelmus. Heute gab es noch leckeres Mus mit Äpfeln aus dem Algäu aus dem Garten einer lieben Freundin. Manche essen ihn auch mit roten Pfirsichen oder Zucker. Auch die Maggi-Variante habe ich schon gesehen. Wie esst Ihr ihn? Und wie heißt er bei Euch?

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