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Geschrieben am 10.02.2013 in handgemacht | Keine Kommentare

Die Decke soll fertig werden

Zu unserer Hochzeit haben unsere engsten Freundinnen uns eine Patchwork-Decke geschenkt – und mir das Nähen der selbigen. Es ist in manchen Ländern wohl auch ein Brauch, dass die Frauen der Familie (und/ oder Freundinnen) eine Decke für die zukünftige Familie nähen. So näht jede ein wenig ihrer Erfahrungen, Erinnerungen und guten Wünsche mit in die Decke ein.

Bei uns sah das ganze so aus, dass wir zu sechst waren, davon hatte eine Frau schon Näh-Erfahrung und die restlichen zumindest schon mal eine Nadel in der Hand gehabt. Dafür haben wir uns auch gut um unser leibliches Wohl gesorgt und manchmal wusste man nicht, ob auf dem großen Esszimmertisch eher ein Buffet aufgebaut ist oder ein Nähwerktreff stattfindet. Es wurde ein Quadrat nach dem anderen genäht. Drei Maschinen in Betrieb, darunter auch meine alte Lady (eine alte Singer im Einbauschränkchen). Es ging dann eigentlich richtig gut voran und ich durfte dann auf dem Fußboden kniend festlegen welches Quadrat an welche Stelle soll. Schnell wurde klar – irgendwas fehlt. Ob sich aber der Stoffladen, die Schenkenden oder wir uns beim Nähen verrechnet haben blieb offen. Nur dass wir noch mehr Stoff brauchen, war sicher. Schließlich sollte es ja eine Familiendecke werden und die sollte möglichst groß sein.

Gesagt getan, Stoff nachgekauft, das Nähen ging in Runde zwei. Nicht weniger lustig, nicht weniger gut kulinarisch versorgt. Nur den Rand drumherum haben wir nicht mehr geschafft. Eisernes Ziel war, dies vor der Hochzeit noch zu schaffen. Ist ja auch ein Hochzeitsgeschenk gewesen.

Gut sieben Monate später kann ich sagen, dass wir das Ziel nur knapp verfehlt haben. Gestern aber sollte es endlich so weit sein – der Rand kommt dran. Stoff dazu habe ich schon länger, nur die Zeit fehlte bisher immer. Erster Strich durch die Rechnung – kein Internet. Wozu man Internet zum Nähen braucht? Sagen wir mal so, ich bin kein Näh-Naturtalent und lerne immer noch. Eine Näh-Expertin sagte mir: „ … Klar, und die andere Seite nähst Du von Hand. Geht ja fix.“ Sicher, nähe ich eine 2×2 Meter Decke von der einen Seite mit der Hand. Zur Silberhochzeit sollte sie dann fertig sein. Eine Freundin und Hobby-Schneiderin schickte mir einen tollen Link, in dem erklärt wird, wie man beide Seiten mit der Maschine näht. Das sollte mein Glückstreffer werden. Aber ohne Internet – keine Anleitung, keine fertige Decke.

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Zweiter Strich durch die Rechnung – Katze Nummer eins macht es sich prompt gemütlich auf der Decke. Das hat man davon, wenn man eigentlich nur kurz die Decke mal auf den Boden legen will…

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Dritter Strich oder zweite Katze machte das gleiche – eine Decke, die ich noch nicht kenne, klar, da muss ich mich erst mal drauf legen. Argh.

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Wir haben drei Katzen – und was eine kann, kann natürlich die andere auch. Das alles passierte vielleicht in einer Stunde, maximal.

Den Reste-Stoff-Beutel nun eh schon mal in der Hand, könnte man ja auch stattdessen was anderes schönes draus machen. Wie gesagt, ich übe mich eh noch an der Nähmaschine, also ruhig mal was mit Reißverschluss testen. Denn in meinem Nähschränkchen findet sich jahrelang angesammeltes Näh-Zubehör. Zum Teil mit DM-Preisen und noch in richtiger alter Verpackung. Es sollte also ein Mäppchen oder Täschchen werden, je nach dem. Ich brauche auf jeden Fall noch ein wenig Reißverschluss-Nachhilfe, aber es machte Spaß und wurde fertig: Mein Täschchen aus unserem Hochzeits-Decken-Stoff. Ich habe die Vöglein für innen verwendet und die Punkte für außen. Mal sehen, was darin Platz findet. Vielleicht wird es auch noch ein Geschenk. So oder so – ich bin ganz schön stolz auf meine erste Näh-Tat in diesem Jahr!

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  1. Von Herzen Herzen - kitchencat | kitchencat - [...] Familiendecke liegt ja nun schon lange auf dem Sofa und ist schon kuschel erprobt. Nachdem auch endlich der Rand …

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